Presse

12.2.12

Tausende protestieren gegen ACTA und für ein freies Internet 

 
„Für ein freies Internet“ oder „ACTA muss weg“ skandierten die Demonstranten und Demonstrantinnen. Piratenpartei, Grüne Jugend, Jusos und Linksjugend werteten die Demonstration gegen das umstrittene Handelsabkommen als vollen Erfolg.
 
Mit Spannung war erwartet worden, ob die 3.545 Personen, die per Facebook ihre Teilnahme angekündigt hatten, tatsächlich zur Demonstration erscheinen würden. Um 15:00 Uhr sammelten sich mehrere Tausend Teilnehmer am Schloss – die Polizei sprach von 2500. 
 
Nachdem sich der Demonstrationszug sich in Richtung Paradeplatz in Bewegung gesetzt hatte, begannen die Teilnehmer mit Parolen wie “Wir sind hier, wie sind laut, weil man uns die Freiheit klaut” und Schildern wie “Stop Acta!” ihren Protest kund zu tun.
 
Schon am Vortag war bekannt geworden, dass die Bundesregierung das Abkommen – vorerst  – nicht ratifizieren möchte. „Offensichtlich haben die Verantwortlichen in Berlin kalte Füße bekommen, unser Protest zeigt also Wirkung “, so Johannes Knopp, Vertreter der Piratenpartei. 
Dass die Bürger sich von solchen Manövern nicht täuschen lassen, zeigt die massive Teilnahme von über 150.000 Teilnehmern an über 60 Demonstrationsmärschen in ganz Europa. 
„Die Formulierung „vorerst“ reicht nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass das Abkommen endgültig nicht unterschrieben wird.“
 
“Entscheidender Einfluss von Lobbyverbänden, Verhandlungen ohne Parlamente, intransparenter Enstehungsprozess – kurzum, die ACTA-Verhandlungen, zeigen, wie Politik um 21. Jahrhundert nicht mehr vorkommen darf. Nur durch das Durchsickern wichtiger Dokumente im Internet und den darauf folgenden öffentlichen Druck wurde ACTA überhaupt erst bekannt”, so Felix Bohn, Sprecher der Grünen Jugend Mannheim.
 
“Leider ist Freiheit nichts selbstverständliches, sondern etwas, für das sich immer wieder eingesetzt werden muss. Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Demonstrationen haben gezeigt, dass sie hierzu bereit sind.”, so Daniel Sigg von den Jusos Mannheim.
 
“Die Anti-ACTA-Bewegung zeigt, wie durch öffentliche Proteste etwas in Gang gebracht werden kann. Die hauptsächlich jungen Demonstranten haben gezeigt, dass die Jugend eben nicht politikverdrossen ist, wie häufig behauptet wird”, so Linksjugend-Kreissprecher Julien Ferrat
 
“Wir bedanken uns bei den zahlreichen Teilnehmern, die trotz der Kälte auf die Straße gegangen  sind, um für ihre Rechte einzustehen, sowie bei der Mannheimer Polizei, die die friedliche Demonstration kooperativ und besonnen begleitet hat. Wir werden weiter wachsam bleiben”, so die Veranstalter einhellig.
12.1.12

Prävention statt Kontrollwahn

 

In ihrer Pressemitteilung vom 02.01.2012 fordert die Junge Union Mannheim als Reaktion auf tätliche Übergriffe auf Diskobesucher in der Silvesternacht den Einsatz von privaten Sicherheitskräften, Videoüberwachung und lokalen Alkoholverboten. Gewaltausbrüche in der Mannheimer Innenstadt sind beschämend und bedauerlich. Sie müssen umgehend aufgeklärt werden. Trotzdem zieht die Grüne Jugend Mannheim andere Schlüsse aus den Übergriffen. Wiederholt fordert die Junge Union den Einsatz privater Sicherheitskräfte. Damit bewegt sich die Jugendorganisation der CDU auf dünnem Eis – schließlich liegt das Gewaltmonopol in Deutschland nach Art. 33 (4) Grundgesetz beim Staat und dessen Bediensteten. Die Grüne Jugend dagegen setzt auf Prävention um solche Probleme wirksam an der Wurzel anzugehen: „Die kommunalen Mittel, die die JU in private Sicherheitsfirmen und den Ordnungsdienst stecken will, wären besser im Vorfeld schon bei Jugendtreffs, Sozialarbeitern und Ganztagesschulen angelegt“, so Felix Bohn, Sprecher der Grünen Jugend Mannheim.

 

Genau so wenig hilfreich sind eine Ausweitung der Videoüberwachung oder Alkoholverbote. Neben den damit verbundenen zusätzlichen Kosten handelt es sich hierbei um einen nicht unerheblichen Eingriff in die Privatsphäre, der in der Praxis kaum positive Effekte zur Folge hat – allenfalls verlagern sich die Probleme von einem Straßenzug in den nächsten. “Die Forderung solcher Maßnahmen ist blinder Aktionismus. Jeglicher Ausbau der Überwachung stellt eine weitere Beschränkung der Freiheitsrechte der BürgerInnen und Bürger dieser Stadt dar. Durch mehr Überwachung werden BürgerInnen unter Generalverdacht gestellt, ein gefährlich leichtfüßiger Schritt in eine von Misstrauen geprägte Gesellschaft”, meint Daniel Bernau, Mitglied des Landesvorstands der Grünen Jugend Baden-Württemberg. Auch das gesetzliche Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr, das von der alten CDU/FDP-Landesregierung eingesetzt wurde, hat nicht zu einem Rückgang des Alkoholkonsums geführt – höchstens zu Umsatzverschiebungen von Tankstellen auf Bars und Diskotheken, die den jungen Konservativen allem Anschein nach sehr am Herzen liegen.  „Die Junge Union möchte die Freiheit aller Mannheimer zu vermeintlichen Gunsten einiger weniger – der sog. „Nachtschwärmer“ in den Diskotheken und Clubs der Quadrate – einschränken. Daher fordert die Grüne Jugend, das Problem bei der Wurzel zu packen. Hierzu gehört ein Ende der Verharmlosung von Alkoholismus und konsequente Sozialarbeit“, so Melis Sekmen, Sprecherin der Grünen Jugend Mannheim.

 

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21.6.2011

Neue Sprecher bei der Grünen Jugend

Die Grüne Jugend Mannheim, die Jugendorganisation von Bündnis ’90/Die Grünen, hat eine neue Sprecherin und einen neuen Sprecher: Am Dienstag wählten die Mannheimer Junggrünen die 17-jährige Schülerin Melis Sekmen und den 26-jährigen Studenten Felix Bohn zu ihren neuen Sprechern.

Felix Bohn dankte den beiden Sprechern für die geleistete Arbeit. „Mit zahlreichen Infoveranstaltungen zur Gefahr von Atomkraftwerken, zum Zensus 2011 und vielen anderen Themen, nicht zu vergessen die sehr erfolgreichen Grün Rockt Partys, haben wir die Grüne Jugend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gebracht. Wir sind zur Zeit die aktivste undsichtbarste unter den Jugendparteien der Stadt Mannheim“.
Melis Sekmen ergänzte, dass die GJ Mannheim auch in Zukunft ihreThemen in gewohnt starker Weise vertreten wird. „Für den Sommer haben wir neben unseren wöchentlichen Treffen fast jede Woche weitere Veranstaltungen, so beispielsweise ein Entwicklungshilfeseminar am 16. Juli. Außerdem wollen wir auch weiterhin Impulse in der Mutterpartei geben, so stellen wir zum Beispiel zwei Delegierte auf dem Sonder-Parteitag der Grünen, bei dem es um den Atomausstieg geht.“

3.Mai 2011

Wie sieht die Zukunft aus?-Dialogtreffen der Grünen Jugend mit der MVV Energie AG

Am 3.5. fand das 2. Dialogtreffen zwischen der Grünen Jugend Mannheim und offiziellen Vertretern der MVV Energie AG statt. Die Grüne Jugend nutzte diese Gelegenheit, um sich über die Standpunkte des Unternehmens zu informieren, zu diskutieren und neue Forderungen zu artikulieren. Zentrale Themen des Treffens waren die Themen Energiepolitik, Frauenförderung im Unternehmen und die Einführung eines Nachhaltigkeitsberichts.

Die Grüne Jugend sieht die MVV hierbei, als Energieversorger mit lokaler Verbundenheit und als ehemaliges Stadtwerk, in der Pflicht den Umstieg auf erneuerbare Energien voranzutreiben. „Hierbei fordern wir jedoch ein stärkeres Engagement. Der Regierungswechsel in Baden-Württemberg bringt große Chancen im Bereich der erneuerbaren Energien mit sich. Für die MVV bietet sich hierbei die Investition in Onshore-Windkraftanlagen an.“ so Nils May, Sprecher der Grünen Jugend.
Die Einführung der 20%-Frauenquote im Aufsichtsrat wurde positiv aufgenommen. „Dies ist ein eindeutiger Schritt in die richtige Richtung, muss aber in Zukunft noch ausgebaut werden. Innerhalb der nächsten Jahre ist eine kontinuierliche Steigerung der Frauenquote notwendig.“ fordert Paola Viehoff.
Eine weitere zentrale Forderung des Treffens, war die Einführung eines Nachhaltigkeitsberichts. Dieses Instrument soll zu einer höheren Unternehmenstransparenz beitragen und so zukünftig das öffentliche Auftreten unterstützen. „Sowohl für Kunden als auch für Investoren bietet sich dadurch die Möglichkeit, sich gezielt über das Handeln der MVV im Bereich soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Umweltbeeinflussung zu informieren.“ argumentiert Daniel Bernau.

Die Möglichkeit zum Austausch wurde als bereichernd empfunden und hat beiden Seiten neue Perspektiven eröffnet. Die Grüne Jugend freut sich mit dieser Zusammenkunft frische Impulse gesetzt und vielleicht die ein oder andere Entwicklung in der Unternehmenspolitik der MVV angeregt zu haben. Auch in Zukunft wird die Grüne Jugend bemüht sein diese kritische Auseinandersetzung und den konstruktiven Austausch auch aufrecht zu erhalten.

08. November 2010

Wohin mit dem ganzen Atommüll?–

Grüne Jugend baut ein Atommüll Endlager in der Mannheimer Innenstadt.

Die schwarz-gelbe Regierung plant die Laufzeiten der Atomkraftwerke um weitere 12 Jahre zu verlängern. Dabei ist die Frage, wo der ganze hochradioaktive Abfall entsorgt werden kann, noch immer ungelöst. KeineR will den Müll, aber trotzdem wird weiterhin mit Atomenergie geheizt. Warum also nicht in Mannheim ein Endlager bauen, oder den Menschen ihren Abfall gleich mit nach Hause geben?

Dies dachte sich die Mannheimer Grüne Jugend und zog vergangenen Samstag mit Papierbohrmaschine,  Absperrband und Bauhelmen in die Mannheimer Fußgängerzone, um eine Endlagerbohrung nachzuahmen. Passend dazu gab es Brennstäbe in Form von Streichhölzern für die Passanten, damit jedeR den von ihr/ihm produzierten Müll gleich zur Entsorgung mit nach Hause nehmen konnte.

Dazu gab es Informationen zur Atomkraft und dem Wechsel zu Ökostrom. Unterstützung bekamen die Junggrünen von dem Mannheimer Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick, der Passanten am Infostand Rede und Antwort stand.

Das Fazit: KeineR will ein Endlager in Mannheim, KeineR will den Atommüll zu Hause lagern. Bleibt die Frage, wohin mit dem ganzen Müll? Und die Erkenntnis, dass die Laufzeitenverlängerungen der falsche Weg sind- sonst muss in Zukunft doch noch jeder ein Endlager im eigenen Garten errichten.

12. Oktober 2010

Jahreshauptversammlung der Grünen Jugend–

neuer Vorstand gewählt

Die Grüne Jugend Mannheim hat einen neuen Vorstand gewählt. Das Sprecherteam bilden Bianca Creutz (19) und Nils May (21), unterstützt werden sie vom Kassenwart Matthias Weber (22) und der Pressesprecherin Mirjam Ries (23).

„Wir freuen uns auf das nächste Jahr, welches vor allem aufgrund des Wahlkampfs im nächsten Frühjahr arbeitsreich und spannend wird“, so Nils May.

Die Grüne Jugend blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem sie zahlreiche Aktionen durchgeführt hat, wie der Besuch der Jahreshauptversammlung der MVV inklusive einem Gespräch mit dem Vorstand, die Grün Rockt! Party oder die Teilnahme an diversen Demonstrationen und Aktionen in der Mannheimer Innenstadt. „Dies hat gezeigt, dass junggrüne Politik Spaß macht und etwas bewegen kann“, resümiert Oliver Priem. (22)

„Auch im kommenden Jahr wollen wir durch Projekte wieder auf uns und unsere Belange aufmerksam machen“, so Bianca Creutz. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den anderen Jugendparteien, um die sich vor allem Paola Viehoff (21) kümmern möchte: „Dabei ist uns wichtig, gemeinsam mit den anderen Parteien unter Jugendlichen für mehr politisches Interesse und Engagement zu werben.“

10. September 2010

Konsumkritik in der Praxis –

Kleidertausch der Grünen Jugend Mannheim

Als Teil der Konsumgesellschaft sind meisten deutschen Kleiderschränke vollkommen überfüllt. Sie beinhalten Kleidung, die nur einmal getragen wurde, die zu klein oder zu groß geworden ist oder uns einfach nicht mehr gefällt. Die Kleidung wird weggeworfen oder vermodert im Schrank während bereits neue gekauft wird. Dies alles kostet die Bürger Geld und die Volkswirtschaft bzw. Umwelt Ressourcen.

Die Grüne Jugend Mannheim (GJMa) möchte mit der Aktion „Kleidertausch – Neu kommt mir nicht in die Tüte“ am 11.9. ab 14.00 Uhr in der Waldhofstraße 4 die BürgerInnen auf ihr Konsumverhalten hinweisen und sie dazu anregen ihr eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen: „Viele kaufen sich einfach Kleidung, weil sie sie in einem Moment schön finden. Ob das Kleidungsstück wirklich gebraucht wird spielt dabei häufig gar keine Rolle“ so Franziska Plenert, SprecherIn der GJMa. „Wir wollen bei der Aktion niemanden kritisieren, sondern einfach auf ein Problem aufmerksam machen, dass vielen gar nicht bewusst ist“, fügt Julian Mütsch, Sprecher der GJMa hinzu,“ und gleichzeitig ein möglichen Ausweg aufzeigen.“

Bei der Kleidertauschaktion sind die BügerInnen selbst dazu aufgefordert sich aktiv zu beteiligen. „Jede Person bringt mindestens ein Kleidungsstück mit, für das sie selbst keine Verwendung mehr hat“, erklärt Bianca Creutz,“dafür kann mensch sich selbst dann soviel Kleidung mitnehmen wie mensch möchte.“ So ensteht eine win-win Situation: man selbst weiß, dass die eigenen Kleider noch sinnvoll weiter verwendet werden und bekommt selbst andere Kleider dafür. Somit setzt die Grüne Jugend sowohl ein Zeichen gegen die Konsum- als auch gegen die Wegwerfgesellschaft.

Einen Kleidertausch kann eigentlich jedeR veranstalten, ob mit der Familie, mit den Arbeitskollegen, im Verein oder einfach mit Freunden. JedeR bringt ein paar Kleidungsstücke mit und schon kann es beginnen, die Umsetzung der Aktion im Alltag ist also ganz einfach. Was an Kleider dann keiner haben möchte kann mensch danach einfach als Kleiderspende an die entsprechenden Stellen leiten. Die Grünen Jugend wird ihre überflüssigen Kleiderspenden Fairkauf Mannheim zur Verfügung stellen.

21. August

Bundesweiter Anti-Atomtag “Mal richtig abschalten”

Am 21.8.2010 fand während des bundesweiter Anti-Atomtag natürlich auch eine Aktion mit der Grünen Jugend statt. campact! hatte in ganz Deutschland Protestveranstaltungen unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ organisiert. In Mannheim wurde ab 11 Uhr auf der Grünfläche des Paradeplatzes gegen die Atomkraft gechillt. Unterbrochen wurde dies nur durch zwischenzeitliches spontanes gemeinsames aufstehen, um mit Plakaten ausgestattet „abschalten“ zu rufen. Die Aktion dauerte über zwei Stunden bevor anschließend fand noch eine Spontandemonstration durch die Fußgängerzone zum Marktplatz und zum Wasserturm mit abschließenden Gruppenbild statt.

Die Demonstration fand satt, da die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung weiterhin Gespräche über Laufzeitverlängerungen mit der Atomlobby hält. Dabei geht es nicht um das ob, sondern nur um das wie lange. Die Aktion ist Teil des „Heißen Sommers“ und wird in einer Großdemo in Berlin am 18.9 stattfinden. Wenn ihr auch teilnehmen wollt meldet euch am besten beim örtlichen campact!.

16. April

“Grüne Jugend rockt 2 – Nachhaltig feiern!”

Die CO²-neutrale Party

Die Grüne Jugend Mannheim veranstaltet zum zweiten mal eine große Party mit hochkarätigen Gästen

Die letzte Feier während des Bundestagswahlkampfes war ein voller Erfolg, die Räume waren maximal gefüllt. Diesen Feitag (23.4) veranstaltet die Grüne Jugend Mannheim erneut eine Party der Superlative im cafga 2 (Jungbuschstraße 18) ab 20 Uhr. JedeR ist herzlich dazu eingeladen vorbeizukommen und mitzufeiern.

Es spielen live RumpelSteelSkin und die sagenhafte Band Alyuvar. Dazwischen wird spitzenmäßiges Kabarett von Jens Parker, UN-Jugenddelegierter, geboten. Auch dabei ist die Landesspitze der Grünen Parteiprominenz: Silke Krebs und Chris Kühn, die beiden Landesvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen sind ebenso Gäste wie einige Mitglieder des Landesvorstandes der Grünen Jugend. Fehlen darf natürlich auch nicht Gerhard Schick, MdB der Mannheimer Grünen, sowie einige Mitglieder der Grünen Gemeinderatsfraktion.

Diese wird die erste CO²-neutrale Party Mannheims!

 

12. März

Grüne Jugend Mannheim mischt bei der Aktionärsversammlung der MVV Energie mit

Die Grüne Jugend Mannheim wird sich an der MVV-Hauptversammlung
mit einem eigenen Antrag und zahlreichen Fragen beteiligen

Die Grüne Jugend Mannheim wird die MVV Energie AG Hauptversammlung am 12. März dazu nutzen auf die unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten verfehlte Unternehmenspolitik aufmerksam zu machen. Dazu haben einige Grüne Jugend Mitglieder Aktien gekauft und werden ihre Auskunfts- und Antragsrechte nutzen. Der von der Grüne Jugend Mannheim eingebrachte Gegenantrag zur Entlastung des Vorstands zeigt, dass die MVV Energie AG ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung nicht gerecht wird. Es werden hunderte Millionen in Kohlekraftwerke wie den Block 9 des Großkraftwerks Mannheim gesteckt, bei dem nicht nur die ökologische Auswirkung katastrophal, sondern auch die soziale Akzeptanz im Raum Mannheim äußerst gering ist. In dem Gegenantrag gestellt von Paola Viehoff und Julian Mütsch heißt es unter anderem: „Die umweltpolitischen Konzepte des Konzerns sind bisher nicht in der Lage, den Ansprüchen einer Gesellschaft, mit Sorge dem Klimawandel entgegenblicken, gerecht zu werden. Die MVV Energie AG sollte ihre Chance nutzen jetzt innovative zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln, dadurch würden sowohl das Unternehmen als auch die Gesellschaft gewinnen.“

Besonders Block 9 ist für die Jugendlichen ein Sinnbild der verfehlten Unternehmensführung. So erklärt Paola Viehoff: „Anstatt die Chancen zu nutzen, welche in der Frage nach der Deckung des Strombedarfs, bedingt durch das Auslaufen der Kraftblöcke 3 und 4 des Großkraftwerk Mannheim entstanden, und eine Substitution dieser durch moderne, nachhaltige Energiequellen vorzunehmen entschied sich das Unternehmen dafür, aktiv und entgegen den Protesten von Bürgern und Umweltverbänden in veraltete Technologie zu investieren und die alten Kohlekraftwerke schlicht durch neue, jedoch nicht weniger umweltbelastende, zu ersetzen. Die Fernwärme, welche aus diesem neuen Steinkohlekraftwerkblock gewonnen wird, wird unter dem Sektor „Umwelt“ verbucht. Dies ist eine Täuschung.“

Die Junggrünen werden auch von ihrem Recht Fragen zu stellen Gebrauch machen um auf weitere Missstände in der MVV Energie AG aufmerksam zu machen. Dabei geht es nicht nur um Fragen der Umwelt, sondern auch um Fragen der Geschlechtergerechtigkeit, denn Frauen sind in den Spitzenpositionen der MVV Energie AG leider so wenig vertreten wie in eigentlich allen großen Unternehmen. Auch hier wollen die Junggrünen zeigen, dass Frauenförderung nicht nur eine werbewirksame PR Maßnahme ist sondern ein ernstzunehmender Erfolgsgarant, wie z.b. Studien der Unternehmensberatung McKinsey zeigen.

Die Grüne Jugend will bei der Hauptversammlung mit konstruktiver und unideologischer Kritik ein Umdenken bei Aktionären und Unternehmen hin zu mehr Zukunftsdenken und gesellschaftlicher Verantwortung bewirken. Es geht den jungen Menschen darum, dass Unternehmen Verantwortung für folgende Generationen übernehmen und ihr Handeln unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten hinterfragen. Es sollen Denkanstöße und Visionen aufgezeigt werden wie ein besseres, ökologischeres und sozialeres Unternehmen aussehen kann. Dazu möchten wir alle PressevertreterInnen und Interessierte herzlich einladen.

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