Die Welt brennt und die Reichen gießen Öl ins Feuer. Die Klimakrise ist das Ergebnis eines Systems, das für Profite unsere Lebensgrundlagen zerstört. Während Konzerne Milliarden scheffeln, brennen Wälder, sterben Menschen und die Zukunft ganzer Generationen wird verspielt. Der Klimawandel bedroht nicht nur unsere Umwelt, sondern auch Wohlstand, soziale Stabilität und unsere Existenz. Deshalb ist Klimaschutz eine politische Pflicht für alle! 


Sozial gerechten Klimaschutz verfolgen

Wir halten konsequent an den Klimazielen fest. Die 1,5-Grad-Fahrt des Pariser Klimaabkommens ist für uns nicht verhandelbar. Wir fordern eine Klimapolitik, die messbar darauf ausgerichtet ist. Dazu braucht es eine radikale Beschleunigung der Klimaschutzmaßnahmen. Diese müssen sozial gerecht sein. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit geringem Einkommen nicht belastet werden und Großunternehmen und Vermögende ihren gerechten Beitrag leisten. Es braucht eine Entlastung der Unter- und Mittelschicht von den Kosten der CO²-Steuer durch die Einführung des Klimagelds. Darüber hinaus müssen die Menschen effektiv unterstützt werden, wenn sie klimaschützende Maßnahmen ergreifen wollen. Dazu zählen die Förderung für PV-Anlagen, E-Autos, Gebäudesanierung und Wärmepumpen, die Steuerreduzierung für klimaschonende Lebensmittel und Konsumgüter, guter und kostenloser ÖPNV und eine flächendeckende, kostenlose Beratung zu einer günstigen und klimafreundlichen Lebensweise. 


Energieversorgung klimaneutral sichern

Energie ist Daseinsvorsorge. Wir fordern den schnellen und vollständigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Der bundesweite Gasaustieg muss spätestens bis 2035 erfolgen, der Kohleausstieg bis spätestens 2038. Das Großkraftwerk Mannheim muss sich schnellstmöglich von der Kohleverstromung verabschieden. 

Gleichzeitig braucht es einen massiven und beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien wie Solar- und Windenergie sowie den Ausbau klimaneutraler Wärmeversorgung durch Geothermie, Flusswärmenutzung und erneuerbare Fernwärme. Ökologisch tote Flächen wie Parkplätze sind im Rahmen der baulichen Möglichkeiten mit PV-Anlagen zu überdachen. Zudem fordern wir die konsequente Umdenkung der landwirtschaftlichen Flächennutzung, etwa durch den Ausbau von Agri-Photovoltaik-Anlagen. Dies alles erreichen wir durch gezielte Förderprogramme, insbesondere in den Bereichen Photovoltaik und Elektromobilität. Die Pflicht zur Installation von Photovoltaik auf Dächern wollen wir ausweiten und auch die Bestandsflächen mit einbeziehen.

Darüber hinaus setzen wir auf einen zügigen Ausbau der vernachlässigten Netzinfrastruktur. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird durch lange Planungs- und Genehmigungsprozesse beim Netzausbau systematisch ausgebremst. Die Modernisierung und Erweiterung der Stromnetze sowie erhebliche Investitionen in Speicherkapazitäten – zentral wie dezentral – ist bereits im Hinblick auf den aktuellen Energiebedarf vollkommen unerlässlich und wird durch die zunehmende Elektrifizierung von Verkehr und Wirtschaft nur noch dringlicher.

Intelligente Ladelösungen und die Integration von Elektrofahrzeugen als mobile Speicher sind für uns Beispiele einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Gegen intransparente Preisgestaltungen und unübersichtliche Anbieterstrukturen bei Ladesäulen wollen wir durch eine stärkere Regulierung vorgehen. Hierdurch soll der Umstieg auf E-Fahrzeuge erleichtert und die allgemeine Alltagstauglichkeit gesteigert werden. 

Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung stärken

Klimaschutz, Landwirtschaft und Artensterben sind eng miteinander verknüpft. Wir setzen auf eine regionale, nachhaltige Landwirtschaft mit kurzen Lieferketten, ökologischen Anbaumethoden und fairen Bedingungen für Betriebe statt industrieller Massenproduktion. Der Einsatz von Pestiziden muss deutlich reduziert werden. Wir wollen Massentierhaltung zurückdrängen und Tierhaltung an ökologische und ethische Standards knüpfen. Gleichzeitig fordern wir mehr Transparenz für Verbraucher*innen, damit Herkunft und Haltungsbedingungen klar nachvollziehbar sind. Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, die landwirtschaftliche Betriebe beim Umbau hin zu einer tiergerechten und nachhaltigen Produktion unterstützen, statt industrielle Intensivhaltung weiter zu begünstigen. Gleichzeitig braucht es konsequenten Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen: mehr Naturschutzgebiete, eine ökologische Umgestaltung der Landnutzung und ein Umdenken im Umgang mit Wäldern.

Darüber hinaus muss der Fleischkonsum weiter reduziert werden, dessen Bedarf mit ökologischen Methoden nicht zu decken ist. Es braucht dafür eine undogmatische Aufklärung der Gesellschaft zu gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen von hohem Fleischkonsum. Wir befürworten die Zunahme von pflanzenbasierter Ernährung. 

Regionale, saisonale und pflanzenbasierte Ernährung soll stärker gefördert und für alle zugänglich gemacht werden. Besonders öffentliche Einrichtungen wie Schulen  und Kantinen sollen hier eine Vorbildfunktion übernehmen und verstärkt auf gesunde und nachhaltige Verpflegung setzen. Gleichzeitig wollen wir die Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette konsequent reduzieren. Noch genießbare Lebensmittel dürfen nicht entsorgt werden, sondern sollen weitergegeben und genutzt werden. Durch Aufklärung, bessere Strukturen und Kooperationen mit Initiativen wie Tafeln und Foodsharing kann die Ressourcenverschwendung deutlich verringert werden. Nachhaltige Ernährung bedeutet für uns auch, Verantwortung im Umgang mit Lebensmitteln zu übernehmen und Wertschätzung statt Wegwerfmentalität zu fördern.

Für Mannheim bedeutet das…

Mannheim ist 2040 eine klimaneutrale, grüne und lebenswerte Stadt, in der Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen. Erneuerbare Energien versorgen unsere Stadt zuverlässig, begrünte Straßen, lebendige Grünflächen und entsiegelte Plätze machen sie widerstandsfähig gegen Hitze. Eine nachhaltige Landwirtschaft und regionale, saisonale sowie pflanzliche Ernährung schützen unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Saubere Luft, gesunde Böden und der Erhalt der Artenvielfalt sind selbstverständlich. Wir zeigen, dass ökologischer Wandel nicht Verzicht für wenige bedeutet, sondern ein besseres Leben für alle ermöglicht.